Rentenbank

Darlehen vor allem für Flächenkäufe


Die Landwirtschaftliche Rentenbank in Frankfurt a.M. berichtet für die vergangene Geschäftssaison von einer stark gestiegenen Nachfrage nach ihren Förderdarlehen. Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage in der Agrarwirtschaft erhöhte sich das Neugeschäft mit zinsgünstigen Programmkrediten 2015 im Vergleich zum Vorjahr um rund 14 Prozent auf ein neues Rekordvolumen von 7,8 Mrd. €.

Fokus auf Liquiditätssicherung

Allerdings stieg auch der Bedarf an Darlehen zur Liquiditätssicherung landwirtschaftlicher Betriebe. Mit 345 Mio. € stellte die Bank dafür zuletzt erstmals seit fünf Jahren wieder einen dreistelligen Millionenbetrag bereit.

In der Fördersparte „Landwirtschaft" vergab die Rentenbank Kredite in Höhe von 3,2 Mrd. €, 16,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Zu dem Anstieg trugen insbesondere das um knapp 24 Prozent auf 0,8 Mrd. € gestiegene Neugeschäft bei Flächenkäufen sowie Darlehen zur Liquiditätssicherung bei. Die Nachfrage nach Finanzierungen von Gebäuden, insbesondere von Milchvieh- und Schweineställen, ging dagegen um fast 12 Prozent auf 1,1 Mrd. € zurück.

Abkehr von Erneuerbaren 

Deutlich stärker nachgefragt als im Vorjahr waren die Kredite der Rentenbank auch in den Fördersparten „Ländliche Entwicklung" (plus 47,5 Prozent auf 2,3 Mrd. €) sowie „Agrar- und Ernährungswirtschaft" (plus 45,7 Prozent auf 0,8 Mrd. €). Rückläufig war hingegen die Darlehensnachfrage in der Sparte „Erneuerbare Energien", in der das Neugeschäft um knapp 25 Prozent auf 1,5 Mrd. € zurückging. Grund dafür waren laut Rentenbank insbesondere die veränderten Rahmenbedingungen im Erneuerbare- Energien-Gesetz (EEG). (Sz)
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