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Die Diskussion um den Anbau von gentechnisch veränderten (GV-)Pflanzen wird in Frankreich zunehmend schärfer geführt. Am Wochenende demonstrierten nach Angaben der Organisatoren, zu denen Greenpeace, Attac und Ökoverbände gehörten, landesweit mehr als 25.000 Personen gegen gentechnisch veränderte Organismen (GVO) in Lebensmitteln. In Toulouse zogen 2.000 Teilnehmer vor den Sitz des Saatgutunternehmens Pioneer und säten symbolisch Ökomais aus, berichtet das französische Onlineportal Agrisalon weiter. Grund für die neuerlichen Proteste ist ein neues Gentechnikgesetz, das in der französischen Nationalversammlung ab kommenden Dienstag debattiert werden soll. Es soll die europäische Freisetzungsrichtlinie in französisches Recht umsetzen. Ähnlich wie im kürzlich verabschiedeten deutschen Gentechnikgesetz geht es um Koexistenz von GV- und konventionellen Pflanzen wie um Haftungsfragen. Im Vorfeld hat sich bereits der Präsident der Nationalversammlung für eine "ausgeglichene Debatte ohne intellektuellen Terrorismus" eingesetzt. Frankreich hatte im Februar ein Verbot für den Anbau des GV-Maises MON-810 erwirkt. Für morgen und Mittwoch kündigen Gentechnik-Gegner Demonstrationen vor der Nationalversammlung in Paris an. (sta)
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