Degression bleibt im Gespräch

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Die Kofinanzierung der Direktzahlungen für Landwirte ist für die EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel keine Lösung der Finanzkrise. Sie will eine betriebsgrößenabhängige Staffelung der Betriebsprämien nicht ausschließen. "Die Mitgliedstaaten lassen sich nicht von der EU in ihren nationalen Haushalt hereinreden", zitiert die Agrarzeitung Ernährungsdienst die Agrarkommissarin. Überall dort, wo es bisher kofinanzierte Maßnahmen gebe, könnten sich die Mitgliedsstaaten freiwillig daran beteiligen. Relativ gelassen kommentierte Fischer Boel Kürzungen im EU-Haushalt, die während des EU-Gipfels im Juni zur Debatte standen. Die Programme zur Entwicklung des ländlichen Raums mit nur 74 Mrd. EUR an Stelle der zunächst vorgesehenen 89 Mrd. EUR auszustatten, hätte nach ihrer Ansicht nicht viel verändert. Für die neuen Mitgliedstaaten seien ohnehin Erhöhungen im Rahmen der zweite Säule der GAP vorgesehen. Die Verluste für die Landwirte in der alten EU-15 wären durch die Modulation ausgeglichen worden. (Mö)
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