Deklaration verteidigt


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Der Versuch von Europaabgeordneten, die offene Deklaration von Mischfuttermitteln grundsätzlich abzuändern, ist gescheitert. Einige Abgeordnete wollten die Pflicht zu prozentgenauen Angaben kippen, um den Know-how-Schutz für die Hersteller zu verbessern. Der Berichterstatter Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf von den Grünen bestand dagegen auf dem Recht des Landwirts, bei Nachfrage den Prozentsatz von Einzelkomponenten zu erfahren. Die Abgeordneten einigten sich in dieser Woche auf einen Waffenstillstand. Sie hielten sich streng an ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes und damit an den Kommissionsvorschlag. So bleibt es dabei, dass die Mischfutterhersteller die Prozentsätze mit einer Toleranz von 15 Prozent kennzeichnen müssen. Der Kunde hat aber zukünftig nicht mehr das Recht, den genauen Prozentsatz zu erfahren. (Mö)
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