Die belgische Delhaize-Gruppe hat bestätigt, dass sie den Kontakt mit der niederländischen Royal Ahold A.V. aufgenommen haben. Man befinde sich in ersten Gesprächen und überprüfe die Möglichkeiten, die ein etwaiger Zusammenschlusses der beiden Unternehmen bringen könnte. Noch seien die Gespräche aber in einem frühen Stadium. Der Ausgang sei offen. Auch Ahold bestätigte den Kontakt.

Am Wochenende hatten mehrere Medien von der geplanten Fusion berichtet. Die Aktien der beiden Handelsketten sprangen nach der Bestätigung nach oben, die der kleineren Delhaize-Gruppe sogar im zweistelligen Bereich. Ahold und Delhaize gelten bereits seit längerem als Fusionskandidaten.

Edeka gibt nicht auf

Der Preiskampf in der Branche und niedrige Margen lassen auch die Lebensmittelketten in Deutschland den Zusammenschluss suchen. Zuletzt hat Edeka versucht, die Kaiser's-Tengelmann-Supermärkte zu übernehmen und scheiterte am Kartellamt. Edeka-Chef Markus Mosa will sich damit aber nicht abfinden und hat laut Berichten der FAZ eine Ausnahmegenehmigung bei Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) beantragt. Sollte dies scheitern, erwägt er den Gang vors Gericht: "Wir halten uns offen, vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf eine Beschwerde gegen den Beschluss de sKartellamts einzulegen", sagte er der Zeitung auf der Bilanzpressekonferenz in Hamburg. (az)
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