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Immer häufiger werden Kartoffeln vom Erreger des Silberschorfs Helminthosporium solani geschädigt. Bis jetzt gibt es keine absolut resistente Kartoffelsorte, so das Ergebnis einer Untersuchung der Georg-August-Universität Göttingen. Jedoch konnte in der im Rahmen einer Doktorarbeit durchgeführten Studie ein Standardsortiment mit zwölf Sorten und genau definierter Anfälligkeit zusammengestellt werden, berichtet der aid-Infodienst, Bonn. Die anfälligen Sorten erkrankten unterschiedlich stark zu verschiedenen Zeitpunkten nach der Ernte und während des Lagerverlaufs. Die Unterschiede bezüglich des Befallszeitpunktes schienen dabei unabhängig von Klima, Witterung und Bodenverhältnissen. Worauf die Anfälligkeit beruht, war eine weitere Frage, die untersucht wurde.

Zwischen Schalendicke sowie Schalenbeschaffenheit der Kartoffeln und ihrer Anfälligkeit ergab sich aufgrund der Untersuchungsergebnisse kein Zusammenhang, berichtet die Kartoffelwirtschaft in ihrer heutigen Ausgabe. Jedoch konnte nachgewiesen werden, dass verschiedene Böden die Keimung der Fortpflanzungszellen der Pilze (Konidien) hemmen können. Bei anfälligen Kartoffelsorten scheint diese Keimhemmung vom Pilz jedoch überwunden zu werden. (KW)

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