Prof. Arno Ruckelshausen stellt das neueste Projekt der Hochschule vor.
-- , Foto: Fachhochschule Osnabrück
Prof. Arno Ruckelshausen stellt das neueste Projekt der Hochschule vor.

Daten direkt auf dem Feld erfassen, Nährstoffbedarfe kalkulieren und gezielter düngen – das soll ein „mobiles Labor“ möglich machen. An der Fachhochschule Osnabrück wird dazu im Rahmen des Projektes „soil2data“ an einem innovativen Bodensensor-Modul geforscht. Kernbestandteil der neuen Technik sind ionenselektive Feldeffekttransistoren (ISFET). Mit ihnen werden Stickstoff, Phosphat und Kalium, pH-Wert und Leitfähigkeit des Bodens ermittelt.

Die Daten können dann mit bereits vorhandenen Ertragsdaten oder Ertragspotenzialkarten verknüpft und direkt zum Düngemittelmanagement genutzt werden. Zurzeit ist die Probenentnahme noch um einiges aufwendiger: Zuerst muss eine Bodenprobe genommen werden, die dann im Labor analysiert wird – das kann bis zu drei Wochen in Anspruch nehmen.

Roboter & Sensoren
Die Hochschule Osnabrück ist ein Wegbereiter in der Agrartechnik. Im interdisziplinären Forschungs-Kompetenzzentrum COALA werden die Fachbereiche Agrarwissenschaften, Elektrotechnik, Informatik und Maschinenbau zusammengeführt. Zu den Projekten gehören zum Beispiel Feld- und Plantagenroboter und die Züchtung von Bioenergiegetreide.
Die Forscher erhoffen sich von der neuen Methode, dass der Landwirt schneller reagieren und auch sehr kleine Flächenabschnitte einzeln analysieren und effizienter düngen kann. „Ganz vereinfacht formuliert: Wir lassen den Boden auf dem Acker, denn wir wollen nur die Daten“, erläuterte Prof. Arno Ruckelshausen.

Das Projekt „soil2Data“ wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit 1,7 Mio. € unterstützt. Insgesamt fördert das Ministerium Projekte im Bereich Big Data mit 29 Mio. €. (lm)
stats