Den Landwirten Ausstieg aus Zuckerproduktion versüßen


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Nach dem WTO-Panel sei der Reformdruck enorm angestiegen, erklärte Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast auf dem informellen Agrarministerrat am Montag in Luxemburg. Die EU könne die vom Panel geforderten Produktionseinschränkungen keinesfalls allein durch Quotenkürzungen bewältigen. Eine entschiedene Preissenkung müsse dafür sorgen, dass Zuckerrüben nur noch auf geeigneten Standorten produziert werden, betonte Künast nach einem Bericht in der Agrarzeitung Ernährungsdienst. Den Aussteigern solle die Entscheidung durch einen Ausgleichsfonds erleichtert werden. Für Quotenzucker solle es Ausgleichszahlungen geben, nicht aber für den C-Zucker. Allerdings solle der Fonds nicht durch das EU-Budget, sondern ausschließlich durch die Erzeuger selbst finanziert werden, forderte die unter enormem Sparzwang stehende deutsche Agrarministerin. (Mö)
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