Denkanstoß des Bundeskanzleramtes für künftige Agrarförderung

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Der Großteil der Erzeuger solle zukünftig nur noch eine Basisprämie für sein Land bekommen, so das Konzept eines Arbeitspapieres des Bundeskanzleramtes in Berlin. Zusätzliche Umwelt- und Pflegeleistungen darüber hinaus sollten über Programme entlohnt werden. Ein "gewerblich" produzierender Teil der Landwirtschaft - 15 Prozent der Betriebe - könne dafür ganz aus der Förderung durch die Agrarpolitik herausfallen. Das Arbeitspapier macht die Multifunktionalität und damit die Förderwürdigkeit nicht direkt an der Größe der Betriebe fest. Es regt lediglich an, über Obergrenzen und Degressionen der Basisprämie, die von der Betriebsgröße abhängen sollen, zu diskutieren. Das Bundeskanzleramt betrachtet sein Konzept zu einer Neuausrichtung in der Agrarpolitik als Denkanstoß. Es habe keinen Vermerk und damit keinen offiziellen oder gar anweisenden Charakter, erklärte ein Mitarbeiter des Kanzleramtes. Die Ausgestaltung der Agrarpolitik bleibe selbstverständlich dem Bundeslandwirtschaftsministerium (BML) überlassen. Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der huetigen Ausgabe der Agrarzeitung Ernährungsdienst. (Mö)
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