Agrarexport

Der Absatz in Drittländer steigt deutlich


Aktuellen Zahlen zufolge hat die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft 2012 Waren im Wert von 60,1 Mrd. € exportiert. Damit sei ein wertmäßiges Wachstum um 7 Prozent gegenüber Vorjahr erzielt worden. Einschließlich Nachmeldungen und Zuschätzungen rechnet das Bundes­ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) sogar mit einem Jahresergebnis von mehr als 63 Mrd. €, teilt das Ministerium am heutigen Dienstag in Berlin mit. Die einzelnen Produktgruppen verzeichneten Zuwächse in unterschiedlicher Höhe.

Fleisch und Fleischwaren erzielten einen Ausfuhrwert von 9 Mrd. € (plus 8,5 Prozent). Diese Zunahme ist nach BMELV-Angaben im Wesentlichen preisbedingt, die Exportmengen konnten in vielen Segmenten nicht an die Entwicklung der Vorjahre anknüpfen. Bei der ebenso wichtigen Gruppe Milch und Milcherzeugnisse stieg der Exportwert nur geringfügig um 1 Prozent auf knapp 8,2 Mrd. €. Dabei sind die Käseexporte in Wert und Menge weiter gestiegen; die Entwicklung bei anderen Milcherzeugnissen war rückläufig.

Die im Vergleich zu 2011 besseren Ernteergebnisse bei Raps als wichtigster Ölsaat machten sich im Anstieg der Exporte an pflanzlichen Ölen und Ölschroten bemerkbar. Es wurden Ölsaaten und deren Verarbeitungserzeugnisse im Wert von 3,6 Mrd. € exportiert. Mit 22,8 Prozent sei hier das höchste Plus unter allen Warengruppen registriert worden.

In der Rangfolge der Bestimmungsländer stehen nach wie vor viele EU-Partner an erster Stelle. Die Ausfuhren in andere EU-Mitgliedstaaten wuchsen um 5,4 Prozent auf nun 45,1 Mrd. €.

Im Drittlandshandel war das Wachstum des deutschen Agrarexports wie schon seit einigen Jahren erneut deutlich höher. Es wurden Waren im Wert von 15 Mrd. € in Drittländer ausgeführt, das waren 12,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. (pio)
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