Das Bundesagrarministerium veröffentlicht eine Umfrage zur Zufriedenheit der Verbraucher mit der Qualität von Lebensmitteln in Deutschland.

Demnach sind 60 Prozent der Bundesbürger „ganz allgemein mit der Qualität von Lebensmitteln der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft“ zufrieden. 31 Prozent äußern sich sogar als „sehr zufrieden“. Für 91 Prozent der Verbraucher stimmt auch die Vielfalt des Lebensmittelangebots in Deutschland. Und 65 Prozent der Deutschen erklären, dass ihr persönliches Interesse an Lebensmitteln und deren Herstellungsweise in den vergangenen  Jahren zugenommen habe.

Diese Ergebnisse einer aktuellen repräsentativen Umfrage von Infratest-Dimap, veröffentlicht das Bundesagrarministerium (BMELV) heute auf der Grünen Woche in Berlin.

Die Landwirtschaft bekommt in dieser Befragung Pluspunkte. 81 Prozent der Befragten geben an, sie haben Vertrauen in die Landwirtschaft. Den Lebensmittelhandel halten dagegen nur 48 Prozent für vertrauenswürdig und in die Lebensmittelindustrie haben 65 Prozent wenig oder kein Vertrauen.
Befragung BMELV Januar 2013
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Befragung BMELV Januar 2013

Ursache für einen Vertrauensverlust dürften wohl auch Lebensmittelkrisen und -skandale der vergangenen Jahre und Jahrzehnte sein. Die Befragten geben an, dass besonders der Vertrieb von Gammelfleisch (33 Prozent) und der Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung (29 Prozent) sowie die EHEC-Epidemie (18 Prozent) für sie die größte Bedeutung gehabt hätten.

Die Stärke der deutschen Landwirtschaft sehen 91 Prozent der Befragten in der Erzeugung qualitativ hochwertiger Lebensmittel. 82 Prozent erkennen an, dass Landwirtschaft ein „Bestandteil von Heimat und Brauchtum“ sei und 78 Prozent glauben, sie leiste „einen wichtigen Beitrag zur Landschaftspflege“.

Bei der Frage, was den Menschen beim Einkauf von Lebensmitteln wichtig sei, antworten 89 Prozent, dass sie "aus besonders tiergerechter Haltung stamme". Dieses Thema, das auch momentan in der öffentlichen Meinung dominiert, verdrängt Aspekte der regionalen Bedeutung, die nur 67 Prozent wichtig oder sehr wichtig erscheinen, der Preiswürdigkeit, die 66 Prozent für wichtig halten und den Bioanbau, der für 61 Prozent ein wesentliches Kriterium ist.

Die gesamte Befragung kann hier eingesehen werden. (hed)
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