Deutliche Umbrüche von Winterweizen in Brandenburg


Sommerweizen und Sommergerste gewinnen in Brandenburg deutlich an Fläche. Der Anbau von Silomais erreicht einen neuen Rekord. Die strengen Fröste Anfang des Jahres haben zu großen Verlusten auf den Winterweizen- und Wintergerstenfeldern in dem ostdeutschen Bundesland geführt. Besonders stark fallen die Umbrüche von Winterweizen ins Gewicht: Bei dieser Kultur mussten Landwirte 29 900 ha oder 19 Prozent der Fläche umpflügen, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Montag mit. Winterweizen stehe daher nur auf 125 500 ha, nach noch 151 600 ha im Jahr 2011.

Wintergerste musste zwar auf 9 200 ha umgebrochen werden, dennoch steigt die Fläche im Vergleich zum Vorjahr um 800 auf 66.700 ha, wie weiter aus der Statistik hervorgeht. Roggen, Brandenburgs wichtigste Getreideart, blieb von Auswinterungen verschont. Die Anbaufläche mit Roggen wurde um 5 Prozent auf 203 600 ha ausgedehnt.

Profitieren von den Umbrüchen werden nach Angaben der Statistiker Sommerweizen und Sommergerste. Die Sommerweizenfläche ist mit 12 000 ha mehr als doppelt so groß wie im Vorjahr (5 500 ha). Die Anbaufläche mit Sommergerste wächst um 58 Prozent auf 17 700 ha. Durch den verstärkten Einsatz als Substrat in Biogasanlagen steigt auch der Anbau von Silomais. Silomais wachse 2012 auf 169 200 ha und damit auf einem um 2 Prozent größeren Areal als 2011. (pio)
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