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Während der gesamte deutsche Außenhandel im 4. Quartal deutliche Einbußen zu verzeichnen hatte, legten die Ausfuhren von Agrar- und Ernährungsgütern sogar im Dezember 2008 noch um 4,9 Prozent zu. "Die Agrarexporte trotzen der Krise", erklärte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium (BMELV), Berlin, Dr. Gerd Müller, in einer Mitteilung. Das gesamte letzte Quartal 2008 habe mit einem Zuwachs von 7,6 Prozent sogar über dem Vorjahr gelegen. Insgesamt sind die deutschen Agrarexporte 2008 um 14,4 Prozent auf 49,6 Mrd. € gestiegen. Wichtigste Handelspartner mit einem Anteil von etwa 80 Prozent sind nach Ministeriumsangaben die Staaten der Europäischen Union.

Aber auch die Ausfuhren in Drittländer hätten um mehr als 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugelegt. Mit einem Plus von 25 Prozent konnten die Ausfuhren nach Russland deutlich auf 1,65 Mrd. € gesteigert werden. Eine mit 1,1 Mrd.€ leicht rückläufige Tendenz wurde für Agrarexporte in die USA festgestellt.

Zu den wichtigsten Produktgruppen im Export zählen Fleisch sowie Milch- und Milchprodukte. Für Fleisch- und Fleischerzeugnisse wurde ein Rekordzuwachs von 24 Prozent festgestellt. Für deutsche Milch- und Milcherzeugnisse wurde ein leichtes Plus von 2,5 Prozent ermittelt. (jst)

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