Deutsche Anleger investieren in Neuseelands Milchwirtschaft

Deutsche Investoren legen ihr Geld in der neuseeländischen Milchwirtschaft an. Das geht aus einer Übersicht der neuseeländischen Behörde für Auslandsinvestitionen (OIO) hervor. Im Dezember 2010 genehmigte die OIO den Verkauf von insgesamt zwölf Milchviehbetrieben mit zusammen 3.316 ha für umgerechnet gut 62 Mio. € an deutsche und Schweizer Vermögensverwaltungen, berichtet das Wiener Agrarinformationszentrum. Größter Investor war die DAH Beteiligungs GmbH. Sie kaufte fünf Farmen auf der neuseeländischen Südinsel mit 1.468 ha für umgerechnet 30,6 Mio. €. Die DAH Beteiligungs GmbH wird von Daniel Hopp geführt. Er ist der Sohn von Dietmar Hopp, dem milliardenschweren Mitgründer der Softwareschmiede SAP.

Ein Konsortium aus den drei Beteiligungsgesellschaften Aquila AgrarInvest Investitions GmbH, D/S Neuseeland Milchfarm Investitions GmbH und Alceda Star SA erwarb ebenfalls fünf Farmen. Für die Betriebe mit 1.305 ha blätterte die Gruppe 21,4 Mio. € auf den Tisch. Die Vermögensverwaltung J. Jahr GmbH darf für 6,4 Mio. € einen neuseeländischen Milchviehbetrieb mit 327 ha ihr Eigen nennen. Die deutsch-schweizerische Kiwimilk AG erhielt für 3,8 Mio. € den Zuschlag bei der Belwood Farm in der Nähe von Canterbury.

Kurz vor Weihnachten hatte die neuseeländische Regierung den Verkauf des größten Milchviehbetriebes des Landes an die chinesische Holding Natural Dairy NZ hingegen untersagt. (az)
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