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Das Auftreten der Vogelgrippe in der Türkei erfordert internationale Zusammenarbeit. Vertreter aus der Türkei, Deutschland und der Europäischen Kommission unterstreichen die hohe Priorität von gemeinsamen Maßnahmen zur Sicherung der menschlichen und tierischen Gesundheit. "Wir möchten die Zusammenarbeit mit der Türkei vertiefen und verstärken", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Dr. Gerd Müller, auf einer Konferenz zum geplanten Beitritts der Türkei zur Europäischen Union am Rande der Grünen Woche in Berlin. Die Anfang Oktober 2005 zwischen der EU und der Türkei aufgenommenen Beitrittsgespräche würden planmäßig fortgeführt. Das Auftreten der Vogelgrippe in der Türkei habe die Notwendigkeit der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Türkei verdeutlicht, wird Müller von der Agrarzeitung Ernährungsdienst zitiert.

Die Türkei sei ein sehr wichtiger und interessanter Partner, nicht nur im Hinblick auf Handelsfragen, sondern auch als Standort für Investitionen. Etwa 12 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes stammen aus der landwirtschaftlichen Erzeugung. Die Tatsache, dass etwa 38 Prozent der Arbeitskräfte in der Türkei in der Landwirtschaft tätig seien, unterstreiche die besondere Bedeutung dieses Sektors bei den Beitrittsverhandlungen. Ein intensiver Kontakt zwischen Deutschland und der Türkei bestehe auf der Ebene der Staatssekretäre. Der Türkei sei angeboten worden, Expertenteams und Ausrüstung aus Deutschland zur Eindämmung und Kontrolle der Vogelgrippe einzusetzen, betonte Müller. (jst)

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