Die niederländischen Behörden haben im Zusammenhang mit dem Fund von verbotenen Antibiotika im Tierfutter einem Hersteller in Utrecht die Lizenz entzogen. Nachdem im Nachbarland bereits rund 100 Betriebe gesperrt wurden, sind jetzt auch 11 deutsche Höfe in Nordrhein-Westfalen betroffen.

Die Niederlande hatten über das nach dem Pferdefleischskandal eingerichtete Frühwarnsystem Deutschland, Frankreich, Belgien und Italien über den Vorfall informiert.

Das Landesamt für Verbraucherschutz in Recklinghausen hat Probeschlachtungen in Auftrag gegeben und versucht des Weg der Futtermittel nachzuverfolgen.

Unklar ist noch wie das Antibiotikum, das seit 1995 in der EU verboten ist, ins Futter gelangt ist. Der Futtermittelhändler vermutet die Kontamination sei durch Taubenkot zustande gekommen. Tauben werden noch mit dem Medikament behandelt. (hed)
stats