Deutsche Inlands- und Exportmärkte für Wurst gleich behandeln

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Falls in Deutschland Würste wegen möglicher BSE-Risikomaterialien vom Markt genommen werden, sollte dies auch für exportierte Ware aus der Bundesrepublik geschehen. EU-Kommissar David Byrne warnte am Freitag in Brüssel die Deutschen davor, für den heimischen Markt und für andere EU-Mitgliedstaaten unterschiedliche Maßstäbe anzulegen. Außerdem machte er darauf aufmerksam, dass der wissenschaftliche Lenkungsausschuss der Kommission schon im März 1999 darauf aufmerksam gemacht habe, dass in Deutschland das Auftreten von BSE-Fällen wahrscheinlich sei. Man könne deshalb nicht wie Bundeskanzler Gerhard Schröder behaupten, die Experten hätten Deutschland zu lange für ein BSE-freies Land gehalten. Schließlich bestätigte Byrne, dass Inspekteure der Kommission vom 25. bis 29. September 2000 die Futtermittelüberwachung in Deutschland kontrolliert hätten. Danach sollen in zahlreichen Proben in Bayern Spuren von Tiermehl im Rinderfutter gefunden worden sein. Der Bericht kritisiert zudem, dass trotz der Befunde die Behörden nicht reagiert hätten. (Mö).
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