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Die deutsche Kartoffelernte wird in diesem Jahr 10,9 Mio. t umfassen. Dieses Ernteergebnis der amtlichen Ernteschätzung gab Dr. Bernd Mönning vom Bundeslandwirtschaftsministerium (BML), Berlin, heute bei der 50. Kartoffelherbstbörse in Hannover bekannt.
Diese Schätzung liegt um 17,4 Prozent unter der Ernte des vergangenen Jahres, die 13,2 Mio. t betrug. Der langjährige Durchschnitt von 11,8 Mio. t wird damit um 7,5 Prozent unterschritten. 475.000 t trugen die Frühkartoffeln zur Gesamternte bei.
Der durchschnittliche Hektarertrag der Rodungen, auf dem die Schätzung basiert, beträgt in diesem Jahr 389,7 dt/ha. Der langjährige Durchschnitt von 379 dt/ha wird damit mehr als erreicht. In Bayern wird ein Rückgang der Erntemenge um 32 Prozent erwartet, in Nordrhein-Westfalen um 22 Prozent und in Niedersachsen um 12,3 Prozent. Allerdings spielt das Wetter weiterhin eine wichtige Rolle, weil noch etwa 50 Prozent der Kartoffeln auf den Feldern stehen. Darauf wies der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Kartoffelhandels, Dr. Herwig Elgeti, hin. Zudem befürchtet Qualitätsbeeinträchtigungen auf Grund der reichlichen Regenfälle in den vergangenen Wochen. (brs)
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