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Die deutsche Landtechnik-Industrie in Deutschland behauptete sich im ersten Halbjahr 2004 insgesamt auf einem hohen Umsatzniveau. Wie der VDMA Fachverband Landtechnik mitteilt, gaben die Traktoren-Hersteller den Hauptausschlag für den Branchenzuwachs von 12 Prozent auf 1,30 Mrd. EUR. Deutliche Unterschiede zeigen sich sowohl zwischen Landmaschinen- und Traktorenherstellern als auch der Produktion für den deutschen Markt und dem Exportgeschäft.

Der Zuwachs bei Traktoren lag im ersten Halbjahr 2004 gegenüber dem sehr schwachen Vorjahreszeitraum bei 21 Prozent. Schwach blieb allerdings der Inlandsmarkt, für den im ersten Halbjahr 2004 etwa 13 Prozent weniger Traktoren als im Vorjahreszeitraum produziert wurden. Im Exportgeschäft konnten in den bedeutenden Märkten Frankreich, Großbritannien und Italien jeweils Zuwachsraten zwischen 20 und 30 Prozent erreicht werden. Die Lieferungen in die USA lagen sogar knapp 40 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Die zehn neuen EU-Mitgliedsländer spielen für die Traktoren-Industrie mit einem Exportanteil von 4 Prozent noch eine untergeordnete Rolle. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2004 rund 83 Prozent der in Deutschland produzierten Traktoren exportiert.

Die Landmaschinen-Hersteller realisierten im ersten Halbjahr 2004 gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Umsatzzuwachs von 4 Prozent auf 1,26 Mrd. EUR. Die Produktion von Grünfutter-Erntemaschinen, Mähdreschern und Feldhäckslern lag entgegen dem Trend teilweise deutlich unter dem Vorjahresniveau - sowohl für den Inlandsmarkt als auch für das Exportgeschäft. Hohe Zuwächse gab es in der Bodenbearbeitung, der Sä- und Düngetechnik sowie bei den Komponenten. Das Exportgeschäft lag um 9,5 Prozent über dem Vorjahr; der Exportanteil der Landmaschinen-Hersteller stieg auf 67 Prozent. (ED)

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