Deutsche Lebendviehmärkte werden wegen MKS-Gefahr geschlossen

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Wegen der Maul- und Klauenseuche (MKS) wird das Exportverbot für Paarhufer und entsprechende tierische Produkte aus Großbritannien um eine Woche bis zum 9. März verlängert, schreibt die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Dies hat die EU-Kommission gestern im Ständigen Veterinärausschuss in Brüssel beschlossen. Zudem sollen alle Schafe aus Großbritannien, die nach dem 1. Februar 2001 in die Mitgliedstaaten verbracht wurden, gekeult werden. Ab dem heutigen Mittwoch sollen alle Lebendviehmärkte und Sammelstellen in Deutschland zunächst für eine Woche geschlossen werden. Unterdessen erhöhte sich bis gestern die Anzahl der betroffenen Betriebe in Großbritannien auf 16. Tausende von Schafen und Schweinen sind in den vergangenen Wochen aus Großbritannien nach Deutschland importiert worden. Deshalb soll außerdem ein Bestand an Impfstoff aufgebaut und die Tiertransporte scharf kontrolliert werden, erklärte Staatssekretär Alexander Müller. Mit ersten Keulungen eines Bestandes in Nordrhein-Westfalen, der Schafe aus einem MKS betroffenen Betrieb bezogen hatte, wurde bereits zum Wochenende begonnen. Bestünde der Verdacht, dass auch Schweine aus MKS-Beständen importiert wurden, könnten diese seuchenrechtlich auch gekeult werden. Bisher ist ein solcher Fall dem Bundeslandwirtschaftsministerium allerdings noch nicht bekannt. Auch in den Niederlanden und in Frankreich wurden entsprechende Maßnahmen ergriffen. (ED)
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