Die EU-Schlachtschweinemärkte zeigen ein unterschiedliches Bild. Die Kurse hierzulande enttäuschen. Zwar blieben die Notierungen für Schlachtschweine in vielen EU-Staaten zuletzt auf einem konstanten Niveau, aber es gab auch Ausreißer, so die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN), Damme. In vielen Staaten wird laut ISN von einem nicht gerade kleinen Angebot an Schlachtschweinen berichtet, das jedoch von den Schlachtbetrieben zügig geordert wird. In Dänemark legte die Notierung nach acht Wochen auf einem konstanten Niveau mit einem Minus von umgerechnet 3 Cent/kg SG für die laufende Schlachtwoche den „Rückwärtsgang" ein. In Großbritannien gab es ebenfalls ein Minus von umgerechnet 1 Cent/kg SG. In Deutschland stieg der Vereinigungspreis zwar um 2 Cent/kg SG an; dies traf der ISN zufolge jedoch auf "deutlichen Widerstand" der Schlachtunternehmen. Bereits am vergangenen Freitagnachmittag hätten Tönnies und andere namhafte Schlachtbetriebe angekündigt, diesen Anstieg nicht mitzugehen, sondern für die laufende Schlachtwoche nur einen Hauspreis in Höhe von 1,53 €/kg SG zahlen zu wollen.  

Trotz der Hauspreispolitik der Schlachtunternehmen lassen sich die normalen Angebotsmengen weiterhin platzieren, beschreibt die ISN die Tendenz für den deutschen Markt. Festzuhalten bleibe auf jeden Fall, dass das derzeitige Preisniveau für Ferkelerzeuger und Schweinemäster „ruinös" sei. (az)
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