Der EU-Schlachtschweinemarkt präsentiert sich uneinheitlich. Prognosen für Deutschland gestalten sich schwierig. Nach der jüngsten, deutlichen Preiskorrektur von minus 9 Cent/kg Schlachtgewicht (SG) hierzulande sind die EU-Märkte für Schlachtschweine in dieser Woche zweigeteilt. Auf der einen Seite zeigen sich die Länder, die nicht im Fahrwasser von Deutschland notieren, weiterhin freundlich. So konnte sich der Preis in Spanien auf dem Zehn-Jahres-Hoch halten, berichtet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN), Damme. In Frankreich legte die Notierung laut ISN durch das knapp verfügbare Angebot an Schweinen leicht zu. In Italien sei die Lage weiterhin freundlich. Auch Dänemark habe sich vom Kursrutsch in Deutschland bislang unbeeindruckt gezeigt. Auf der anderen Seite stehen die Staaten, deren Märkte stark vom deutschen Schweinepreis beeinflusst werden. In den Niederlanden und Österreich sei der Preis um umgerechnet 6 Cent/kg SG und in Belgien um 5 Cent/kg SG zurückgegangen.

Die Mengenreduzierungen der großen Schlachtunternehmen haben zu einem Überhang an Schweinen geführt. Auch zu Beginn der neuen Schlachtwoche konnte dieser Zustand noch nicht vollständig abgebaut werden, beschreibt die ISN den Trend für den deutschen Markt. Derzeit sei nur schwierig zu beurteilen, wie sich die Nachfrage der Schlachtunternehmen im Laufe der Woche entwickeln wird und wann sich der Markt endlich wieder „freischwimmen" kann. (az)
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