Deutsche Sommergerstenfläche fast konstant

Sommergerste wächst 2011 auf einer Fläche von bundesweit etwa 337.000 ha heran. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr beläuft sich auf etwa 3 Prozent. Die Saat konnte bereits Ende Februar und Anfang März bei günstigen Bedingungen ausgebracht werden. In weiten Teilen Deutschlands sind bis Ende März 100 Prozent der zu erwartenden Sommergerstenfläche bestellt worden. Eine gute Frostgare und wenig Niederschlagsmengen im März ließen die Böden gut abtrocknen und sorgten für eine optimale Bodenstruktur. Die früh gesäten Bestände sind bereits mit ausreichender Bodenfeuchte aufgelaufen. Vielerorts benötigen die jungen Pflanzen, die sich je nach Aussaatzeitpunkt im 2- bis zum 6-Blatt-Stadium befinden, dringend Niederschläge.

Die trockene und warme Frühlingswitterung lässt die Bestände laut Braugerstengemeinschaft, München, aktuell gut gedeihen. In Sachsen und Sachsen-Anhalt sind die Landwirte in diesen Tagen noch dabei, die restliche Gerste auszubringen. Niedrige Bodentemperaturen sowie Nachtfröste haben bei anderen Kulturen, insbesondere bei Winterraps und teilweise bei Wintergerste und Winterweizen, Auswinterungsschäden verursacht. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass die erneut zu bestellenden Flächen nicht merklich zur Ausweitung der Sommergerstenfläche beitragen werden. Nach dem erforderlichen Umbruch der frostgeschädigten Bestände können neben Sommergerste auch Sommerraps, Mais oder Sommerweizen als Nachfolgefrucht in den Boden kommen. (dg)
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