Deutsche Verarbeiter kaufen Weizen in Tschechien

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Die hiesigen Getreidemärkte profitieren vom festeren Kurs des US-Dollar. Den Verkäufern reicht die leichte Preisverbesserung jedoch nicht, sodass sich Mühlen und Mischfutterwerke für die ersten Wochen nach der Ernte 2005 zurzeit mit tschechischen Weizen versorgen. Der US-Dollarkurs befindet sich zurzeit auf einem Niveau von 1,23 US-$/€. Damit hat die US-Währung seit Jahresbeginn fast 10 Prozent an Wert zugelegt. Entsprechend wettbewerbsfähiger werden damit Getreideexporte aus dem Euro-Raum. Zu den derzeitigen Kaufideen von 100,00 bis 102,00 €/t franko Hamburg für Brotweizen der neuen Ernte 2005 gibt es an den norddeutschen Exportmärkten allerdings keine Abgeber, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Deswegen wird zurzeit tschechischer Weizen gehandelt. Dieser wird über die Elbe nach Hamburg zu Preisen von 105,00 bis 108,00 €/t cif Hamburg für die Lieferung ex Ernte 2005 verschifft. Auch über den Mittellandkanal und den Emskanal wird die Mischfutterindustrie in Südoldenburg vermehrt Schiffspartien an tschechischem Weizen beziehen. (Ps)
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