Flüsse, Seen und Auen gehören für die Deutschen zur Natur dazu
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Flüsse, Seen und Auen gehören für die Deutschen zur Natur dazu

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat gemeinsam mit dem Bund für Naturschutz die Studie über das Naturbewusstsein vorgestellt. Ihr Resümee: "Wilde Natur ist nicht nur für Tiere und Pflanzen unverzichtbar, sondern auch für uns Menschen“.

Bei einer bundesweiten Befragung wurden zwischen Oktober und November 2000 Personen in einer repräsentativen Stichprobe befragt. Zwei Drittel der Deutschen gefällt Natur umso besser, je wilder sie ist. Demnach wünschen sich die Deutschen eine Zunahme von Wildnis, vor allem in den Wäldern.

Fast 80 Prozent der Bürger finden, dass abgestorbene Bäume in den Wald gehören. Das Bild vom aufgeräumten Wald lehnen fast zwei Drittel ab. Wiesen und Weiden, Bäche und Tümpel, Baumgruppen und Hecken sind für mehr als die Hälfte der Befragten wichtige Bestandteile der Agrarlandschaften.
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Für den Erhalt von Wiesen und Weiden sprechen sich 96 Prozent der Bevölkerung aus, dicht gefolgt von den gleichfalls hoch geschätzten Bächen und Tümpeln. Auch die Renaturierung der Flussauen trifft auf viel Zuspruch, offensichtlich haben die Bürger noch die Bilder vom letzten Hochwasser im Kopf.

Die Verantwortung dafür, dass naturnahe Landschaftselemente erhalten werden, sehen die Befragten eher als die Aufgabe des Naturschutzes als die der Forst- oder Landwirtschaft an. Von den Befragten befürworten 84 Prozent ein Verbot gentechnisch veränderter Organismen (GVO) in der Landwirtschaft, ergibt sich aus der Studie. (hed)

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