Deutsche schränken Fleischverbrauch ein

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Erwartungsgemäß ist der Fleischverbrauch 2008 in Deutschland gesunken. Für alle Fleischarten beträgt der Rückgang gegenüber 2007 etwa 1,5 Prozent. Pro Kopf verzehrte die deutsche Bevölkerung nach der Statistik 2008 rund 88,5 kg Fleisch, teilt das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) mit. Ohne den Rückgang für einzelne Fleischarten zu beziffern, berichtet das BMELV von einer Einschränkung des Konsums von Schweine- und Rindfleisch, dem eine Zunahme des Geflügelfleischverzehrs gegenüber stand. Auf die Einschränkung des Schweinefleischkonsums 2008 hatte das Statistische Bundesamt bereits im Dezember hingewiesen und für 2009 einen weiteren Rückgang prognostiziert.

Das BMELV weist in seinen jetzt veröffentlichten Zahlen für Deutschland einen Selbstversorgungsgrad für alle Fleischarten von fast 105 Prozent aus. Höher liegt er für Rind- und Kalbfleisch mit 119 Prozent und für Schweinefleisch mit knapp 106 Prozent. Bei Schwein und Rind ist der deutsche Markt auf Exporte angewiesen. Anders ist die Situation für Geflügelfleisch mit einer Selbstversorgung von rund 82 Prozent. Hier ist Deutschland Nettoimportland. (db)

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