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Erntehelfer aus Mittel- und Osteuropa sollen teilweise durch deutsche Arbeitslose ersetzt werden. Dazu sind gestern Eckpunkte im Bundeskabinett in Berlin beschlossen worden. Wie es in der Eckpunkteregelung von Bundesarbeitsminister Franz Müntefering heißt, sollen so jährlich bis zu 32.500 inländische Arbeitssuchende in der Landwirtschaft und im Gartenbau vermittelt werden. Nach der Regelung kann in den Jahren 2006 und 2007 jeder Betrieb bis zu 80 Prozent der im Basisjahr 2005 zugelassenen Arbeitskräfte aus Mittel- und Osteuropa beschäftigen. Das waren nach Angaben des Ministeriums in Deutschland insgesamt etwa 325.000 Personen. Über diese 80 Prozent hinausgehende Zulassungen sind bis zu einem Satz von 90 Prozent möglich, wenn keine deutschen Arbeitslosen für diese Tätigkeiten vermittelt werden können. Für Kleinbetriebe gilt weiterhin die Ausnahmeregelung, dass pauschal maximal vier mittel- und osteuropäische Saisonarbeitskräfte arbeiten dürfen. (ED)
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