1

Die deutschen Ausfuhren von Gütern der Land- und Ernährungswirtschaft stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,1 Prozent auf 25,6 (erstes Halbjahr 2000: 23,7) Mrd. DM und die Einfuhren um 6 Prozent auf 38,1 (35,9) Mrd. DM. Das deutsche Agrarhandelsdefizit erhöhte sich dadurch leicht um 0,2 Mrd. DM auf 12,4 Mrd. DM. Das geht aus vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes hervor, wie das Bundeslandwirtschaftsministerium, Bonn, mitteilt. Nach Einschätzung des Ministeriums könnten auch in diesem Jahr die Rekordwerte des Jahres 2000 erreicht werden, eine anhaltend günstige Entwicklung vorausgesetzt.

Auf die EU-Mitgliedstaaten entfielen im ersten Halbjahr 73 Prozent der Ausfuhren und 64 Prozent der Einfuhren. Per Saldo ergab sich ein Agrarhandelsdefizit in Höhe von 5,9 Mrd. DM und damit 300 Mio. DM weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Wichtigster EU-Partner in beiden Lieferrichtungen blieben die Niederlande. Von dort wurden Agrar- und Ernährungsgüter im Wert von 7,2 Mrd. DM bezogen und dorthin im Wert von 3,8 Mrd. DM geliefert. In Drittländer wurden Agrargüter im Wert von 7,1 (6,6) Mrd. DM exportiert - 6,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Importe erhöhten sich um 7,7 Prozent auf 13,6 (12,6) Mrd. DM. Der Einfuhrüberschuss stieg damit um 0,5 Mrd. DM auf 6,5 Mrd. DM. (ED)
stats