Agrarministerin Ilse Aigner bereitet die Landwirte auf finanzielle Einschnitte vor. Die Verhandlungen zur künftigen EU-Agrarpolitik würden ein Kraftakt.
„Die Zeiten, in denen wir mit dem Füllhorn von Hof zu Hof gehen konnten, sind vorbei", sagte Aigner heute vor den Delegierten des Bauerntages in Berlin. Die Konsolidierung des Bundeshaushalts und die Zukunft der europäischen Agrarpolitik (GAP) nannte sie als Hauptthemen für ihre Amtszeit. Aigner will nun mit den Ländern und dem Berufsstand beraten, welche Schwerpunkte sie beim Kürzen des Bundesagrarhaushaltes setzen kann. In Folge der Sparbeschlüsse der Bundesregierung und der Verlängerung der Dieselbeihilfe muss Aigner ihr Budget 2011 um bis zu 300 Mio. € kappen. Ausnehmen von den Kürzungen will die Ministerin die Agrarsozialpolitik und die Forschung.

In der EU-Agrarpolitik will Aigner für die Direktzahlungen kämpfen. Sie erwartet allerdings einen Kraftakt. „Die Mittel für den Agrarbereich können aus meiner Sicht nicht sinken", sagte Aigner. Europa müsse die Regionen beachten und dürfte sich nicht auf eine einheitliche Prämie für alle Mitgliedstaaten einlassen. (sta)
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