Nachwachsende Rohstoffe

Deutscher Biodiesel im Ausland gefragt


Die deutschen Biodiesel-Produzenten haben im vergangenen Jahr mit rund 3 Mio. t das zweitbeste Produktionsergebnis ihrer Geschichte erzielt. Gleichzeitig ist der Anteil der alternativen Kraftstoffe Biodiesel, Bioethanol und Pflanzenöl am deutschen Kraftstoffmarkt auf 4,9 Prozent gesunken. Dies ist der niedrigste Wert seit dem Jahr 2005. Den höchsten Marktanteil hatten sie im Jahr 2007 mit rund 7,2 Prozent. Die Exportquote der Biodieselproduzenten lag im vergangenen Jahr bei über 50 Prozent, teilte der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) heute mit. Aufgrund der niedrigen Rohstoffkosten für Raps sei Biodiesel international wettbewerbsfähig, so dass die deutsche Biodieselindustrie den Absatzeinbruch in Deutschland durch verstärkten Export ausgleichen konnte, so der VDB-Geschäftsführer Elmar Baumann. Zudem seien Dumping-Importe von Biodiesel aus Argentinien und Indonesien im vergangenen Jahr vom EU-Markt ausgeschlossen worden, sodass deutscher Biodiesel vermehrt nachgefragt wurde.

Kritik übte Baumann an der Bundesregierung. „Biokraftstoffe sparen große Mengen Treibhausgase ein und sind die einzige in größeren Mengen vorhandene Alternative zu fossilen Kraftstoffen. Deshalb ist der Rückgang des Absatzes von Biodiesel in Deutschland im Hinblick auf die Klimaschutz-Ziele der Bundesregierung nicht akzeptabel“, sagte Baumann. Baumann forderte ein Nachsteuern bei den gesetzlichen Rahmenbedingungen mit dem Ziel einer verbesserten Absatzentwicklung. Im Jahr 2014 stellten die deutschen Produzenten Biodiesel zu über 70 Prozent aus Raps und zu knapp 20 Prozent aus Abfällen her.  (SB)
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