Manager im deutschen Agribusiness beurteilen die Zukunftsaussichten der Branche mehrheitlich positiv. Großes Wachstum versprechen ausländische Märkte.   
Bis 2013 wird der Umsatz im Agribusiness voraussichtlich um 18 Prozent auf 246 Mrd. € steigen. Wachstumstreiber sind steigende Rohstoffpreise und ein weltweit höherer Nahrungsmittelbedarf. Der Exportanteil könnte von heute 36 Prozent in den kommenden fünf Jahren auf 44 Prozent ansteigen. Das geht aus der Studie „Agribusiness in Deutschland 2010" hervor, die von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young in Zusammenarbeit mit den Agrarökonomen der Universität Göttingen veröffentlicht wurde.

Befragt wurden 113 Entscheidungsträger aus Unternehmen des Agribusiness. 64 Prozent von ihnen beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage als „gut" oder „eher gut". Nur 7 Prozent schätzen sie als „schlecht" oder „eher schlecht" ein.  Optimistisch in die Zukunft schauen 59 Prozent, die Zahl der Pessimisten beträgt lediglich 9 Prozent. Die Autoren der Studie stellen außerdem fest, dass die Branche die Wirtschaftskrise - mit Ausnahme der Landtechnikhersteller - weitgehend unbeschadet überstanden hat. Der Umsatz im Agribusiness ist 2009 mit rund 204 Mrd. € nahezu auf Vorjahresniveau geblieben. Für 2010 steht ein Wachstum um etwa 2 Prozent in Aussicht.

Zum Agribusiness zählt die Studie die Vorleistungsindustrie, die Ernährungsindustrie, den Erfassungs- und Großhandel, die Bioenergie-Produktion und die Agrartechnikindustrie. Mit mehr als 600.000 Beschäftigten ist das Agribusiness in Deutschland zweitgrößter Wirtschaftszweig nach der Automobilindustrie. (sch)
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