Fefac-Kongress

Deutsches Mischfutter hält Spitzenposition


Die europäische, industrielle Mischfutterproduktion war im Jahr 2014 mit knapp 153,4 Mio. t um 0,5 Prozent rückläufig. Diese Zahlen gab der Verband der europäischen Mischfutterhersteller Fefac am Mittwoch in Köln bekannt. Während die meisten großen europäischen Hersteller in der EU wie Frankreich, Spanien Italien Großbritannien oder die Niederlanden weniger Mischfutter herstellten, produzierten die deutschen Kraftfutterwerke mit über 24 Mio. t Fertigfutter 2,3 Prozent mehr als im Vorjahr.
 
Zweitgrößter europäischer Produzent war im Vorjahr Frankreich mit 21,2 Mio. t (minus 0,7 Prozent) gefolgt von Spanien mit 20,7 Mio. t (minus 0,8 Prozent). In den Niederlanden war die Produktion mit einem Minus von 4,5 Prozent auf 12,8 Mio. t überproportional rückläufig. Nach Ansicht der Fefac kamen die negativen Einflussfaktoren für den europäischen Mischfuttersektor von den Sanktionen und Einfuhrrestriktionen Russlands sowie einer sehr guten Grundfutterversorgung.
 
Für 2015 erwartet die Fefac einen leichten Zuwachs bei der Geflügelfutterproduktion von 0,5 Prozent und ein Rückgang beim Rinder- und Schweinemischfutter von 1,5 Prozent. In der Summe geht der Verband von einem Rückgang von 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. Die Mischfutterproduktion im laufenden Jahr könnte von agrar- und handelspolitischen  Einflüssen wie dem Ende der Milchquote sowie einer kleineren Getreide und Ölsaatenversorgung im Zuge des Greenings beeinflusst werden. Sollten die Verhandlungen mit Russland im Sanitärbereich positiv verlaufen, könnte der Export bestimmter Schweineprodukte nach Russland den Druck auf den Schweinefleischmarkt lindern, schätzt die Fefac. (St) 
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