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In Deutschland wurden in den Jahren 1990 bis 1998 durchschnittlich 16 Prozent der landwirtschaftlichen Produkte der Europäischen Union (EU-12) erzeugt, teilt das Bundeslandwirtschaftsministerium mit. Damit war Deutschland nach Frankreich mit 23 Prozent und Italien mit 18 Prozent drittgrößter Agrarproduzent in der EU. Bei der pflanzlichen Erzeugung nahm der Produktionsanteil leicht zu. 1998 waren es 13, 1 (1990: 11,8) Prozent. Diese Zahl entspricht fast dem Anteil Deutschlands an der landwirtschaftliche genutzten Fläche der EU-12 von 13, 7 Prozent Zugenommen haben insbesondere die Produktionsanteile bei Getreide, Hülsenfrüchten (Eiweißpflanzen), bei Gemüse und Obst sowie bei den sonstigen Gartenbauerzeugnissen. In der tierischen Erzeugung ging der Produktionsanteil dagegen von 19,9 Prozent auf 18,5 Prozent zurück. Dies betraf in erster Linie die Schweine- und Rinderproduktion. Ursache für den Rückgang dieser Produktionsanteile war vor allem der drastische Abbau der Viehbestände in den neuen Ländern. Dennoch besaß Deutschland 1998 bei Schweinen mit 22,1 Prozent und bei Eiern mit 21 Prozent jeweils die höchsten Produktionsanteile. (ED)
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