Sonnenfinsternis

Deutschland droht Blackout


Wetterabhängig: Strommenge aus den Sonnenkollektoren.
-- , Foto: lichtkunst.73/pixelio
Wetterabhängig: Strommenge aus den Sonnenkollektoren.

Medienberichten zufolge beginnt die heikle Phase am 20. März um 9.30 Uhr: Eine Sonnenfinsternis wird dann Millionen Solarpanelen das Licht rauben. Ein Blackout im Stromnetz sei dadurch möglich.

Seit dem Jahr 2010 hat sich die installierte Leistung der Fotovoltaik in Deutschland von 18 auf 38 Gigawatt (GW) mehr als verdoppelt. Im Jahr 2014 ist der Ausbau jedoch in allen Bundesländern deutlich eingebrochen, berichtete die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) in dieser Woche. Insbesondere in Süddeutschland entwickelte sich Solarenergie bislang zur tragenden Säule der Stromversorgung.

Am 20. März knickt diese tragende Säule den Berichten zufolge allerdings kurz ein: Infolge der Sonnenfinsternis könnten so viele Fotovoltaikanlagen schlagartig außer Betrieb gesetzt werden, dass die Netzbetreiber um die Stabilität der Stromversorgung fürchteten.

Seit über einem Jahr würden sich die Unternehmen deshalb darauf vorbereiten. Der Gefährdungsgrad hänge dabei vom Wetter ab: Ist der Tag wolkig oder neblig, werde es relativ leicht sein, das Stromnetz stabil zu halten. "Wenn der 20. März aber ein sonniger Tag wird, wird es stressig", zitieren die Berichte einen Mitarbeiter eines großen deutschen Energienetzbetreibers. (Sz)
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