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Der westeuropäische Markt für Landtechnik wird in diesem Jahr insgesamt das Vorjahresniveau halten. Der VDMA Fachverband Landtechnik sieht die Entwicklung von Land zu Land allerdings sehr unterschiedlich. Während der deutsche Landtechnikmarkt weiterhin schrumpft, ist die Investitionsneigung in den großen Märkten Frankreich, Großbritannien und Italien nicht rückläufig.

Die deutschen Landwirte halten sich mit ihren Investitionen stark zurück. Die Gründe liegen nach Ansicht des VDMA gegenwärtig vor allem in der schlechten Stimmung der Milchviehbetriebe sowie einem stetigen Einkommensrückgang in der Landwirtschaft seit dem Jahr 2001. Bei den Lohnunternehmern, der wichtigsten Kundengruppe für viele Erntemaschinen, kommen bestehende Überkapazitäten im Maschinenpark hinzu. Der Markt für Landtechnik wird deswegen 2004 nach dem Rückgang um 12 Prozent im Vorjahr erneut schrumpfen, erwartet der VDMA. Für das zweite Halbjahr sieht der VDMA allerdings Anzeichen einer leichten Belebung der Nachfrage nach mobilen Maschinen. Eine generelle Kehrtwende bei den Investitionen wird sich jedoch erst einstellen, wenn die Einkommen der Landwirte wieder steigen - 2004 sinken sie noch einmal im dritten Jahr in Folge.

In Frankreich, dem größten Markt, zeichnet sich dagegen eine weiterhin stabile Investitionstätigkeit ab. Positive Einflussgrößen auf die Nachfrage sind die guten Ernteaussichten. 2003 waren es vor allem die Viehhaltungs-Betriebe, die in neue Technik investierten. Gegenwärtig ist die starke Nachfrage noch auf die Rindermast-Betriebe beschränkt. Von den Milchviehbetrieben ist aufgrund des niedrigen Milchpreises eine geringe Nachfrage zu spüren. In Großbritannien wird der Markt auch in diesem Jahr wachsen. Es herrscht eine rege Nachfrage sowohl von den Ackerbau-Betrieben als auch von der Viehwirtschaft. Die Erwartung geht jedoch dahin, dass der geringe Milchpreis gerade die Milchviehhalter wieder zurückhaltender werden lässt. (ED)

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