Deutschland erhält 4,9 Mrd. Euro für ländliche Entwicklung

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Die Haushaltsgelder für die Programme zur ländlichen Entwicklung hat die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel über verschiedene Mitgliedstaaten verteilt. Auf dem Berliner Gipfel hatten die Staats- und Regierungschefs 30,37 Mrd. Euro für die sogenannte zweite Säule der Agrarpolitik von 2000 bis 2006 eingeplant. Deutschland soll davon in den sieben Jahren 4,9 Mrd. oder 16,1 Prozent erhalten. Für Österreich sind 2,9 Mrd. Euro vorgesehen. Der Anteil der Mitgliedstaaten richtet sich nach den nationalen Abrufen von Geldern für die ländlichen Strukturhilfen zwischen 1996 und 1998. Von dem Geld aus dem Agrarhaushalt werden unter anderem Stallneubauten und Umweltprogramme finanziert, neuerdings aber auch Investitionsvorhaben von Handwerkern und Dienstleistern auf dem Dorfe. Die Ausgaben für die ländliche Entwicklung werden in Westdeutschland aus dem nationalen Agrarhaushalt zur Hälfte kofinanziert. In Ostdeutschland werden die Programme für die ländliche Entwicklung aus dem EU-Haushalt für die Strukturpolitik bezahlt und nur zu 25 Prozent national. (Mö)
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