Nach einer neuen EU-Regelung können in 25 Mitgliedstaaten seit Beginn des Jahres 2013 Tests auf die Rinderkrankheit BSE entfallen. In Deutschland soll systematisch weiter untersucht werden.

"Die Pflicht zu systematischen und verbindlichen Tests bleibt bestehen", sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner heute in Berlin. Allerdings soll das Testalter der Rinder für den obligatorischen Test von 72 auf 96 Monate erhöht werden, heißt es in der Mitteilung des Bundesagarminsteriums (BMELV). Die Fortführung der Tests bei gesund geschlachteten Tieren diene der Datenbasis und erlaube es längerfristige Trends zu beobachten. Mit der Anhebung des Testalters auf 96 Monate seien sowohl der gesundheitliche Verbraucherschutz als auch die Tiergesundheit gewährleistet. 

In Deutschland waren nach Angaben des BMELV zuletzt im Jahr 2009 zwei BSE-Fälle festgestellt worden. Die EU hatte es wegen des europaweiten Rückgangs an Neuinfektionen den Mitgliedstaaten freigestellt, bezüglich vorzuschreibender Tests eigene Neuregelungen zu treffen. (jst)    
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