Landwirtschaft 4.0

Deutschland soll Spitzenplatz halten

Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) sowie Vertreter der Industrie und des VDMA Landtechnik sprechen sich für eine Digitalisierungsstrategie im Agribusiness aus. Praxisorientierte Projekte wie die Schaffung digitaler Pilotbetriebe oder die Einrichtung einer bundesweit einheitlichen Geodatenbank gehörten zu den ersten Aufgaben der jetzt ins Leben gerufenen Dialogplattform „Digitalisierung in der Landwirtschaft". „Digitale Pilotbetriebe, also Testplattformen für die betriebliche und überbetriebliche Vernetzung von Produktionsprozessen, sollen die Zukunftsvision Landwirtschaft 4.0 praxisfest machen", so VDMA-Geschäftsführer Dr. Bernd Scherer.

Laut VDMA Landtechnik ermögliche Digitalisierung der Landwirtschaft, schonender und effizienter mit begrenzten Ressourcen wie Wasser und Boden umzugehen. Zugleich helfen digitale Lösungen, Dünger und Pflanzenschutzmittel noch stärker zielgerichtet und bedarfsgerecht einzusetzen. Deutschland gehöre bei der Herstellung und dem Einsatz moderner Landtechnik zu den weltweit führenden Nationen. „Ich möchte, dass wir diese Spitzenposition auch künftig beibehalten", so Schmidt, dessen Ministerium die Federführung bei der Dialogplattform übernommen hat.

Völliges Neuland betritt die Branche allerdings nicht. Funktionierende digitale Schnittstellen sind längst Teil der landwirtschaftlichen Produktionspraxis. „Was wir in Zukunft sehen werden, geht aber noch einen deutlichen Schritt weiter", ist sich Dr. Hermann Buitkamp, Digitalisierungsexperte des VDMA Landtechnik, sicher. Landwirtschaft 4.0 bedeute „eine Transformation", die dafür sorgen werde, dass die gesamte Prozesskette mit intelligenter Informationstechnologie verschmelze, um eine neue Stufe der Wertschöpfung zu erreichen. (Sz)
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