Gewinnwarnung

Deutz-Umsatz bricht ein


Der Deutz-Konzern wird die bisherige Prognose für das laufende Geschäftsjahr verfehlen. Wegen eines sehr verhaltenen Geschäfts im laufenden Quartal und aktuell sehr niedriger Auftragseingänge werde ein Umsatzrückgang von rund 20 Prozent erwartet, teilt der Motoren-Hersteller mit. Das Unternehmen muss damit seine Erwartungen erneut nach unten schrauben. Im Mai war für 2015 ein Umsatzrückgang von rund 10 Prozent prognostiziert worden. Das 2. Halbjahr werde spürbar schlechter ausfallen als das 1. Halbjahr 2015, gibt man sich in der Konzernzentrale wenig optimistisch.

Der schwache Absatz nagt auch am Gewinn. Angesichts des niedrigen Geschäftsniveaus werde Deutz im laufenden Geschäftsjahr auf EBIT-Basis nur noch ein in etwa ausgeglichenes Ergebnis erwirtschaften. Bisher war eine EBIT-Marge von rund 3 Prozent erwartet worden. Weitere Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung würden geprüft, heißt es in Köln. Die derzeitige Investitionszurückhaltung in Endmärkten führe zudem dazu, dass Lagerbestände mehrerer europäischer Kunden, die diese im vergangenen Jahr im Hinblick auf den Emissionswechsel aufgebaut haben, langsamer als erwartet abgebaut werden. Für das Geschäftsjahr 2016 wagt der Motorenhersteller deshalb derzeit keine Prognose. (SB)
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