Die Entdeckung des "Rye Belts"


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Die Stärke des Roggenanbaus in Europa haben die Referenten auf dem erstmaligen Kongress Rye Europe in dieser Woche in Dahlewitz betont. "Der europäische Rye-Belt erstreckt sich von den nordischen Staaten über die norddeutsche Tiefebene bis an den Ural", postulierte Philip von dem Bussche, Vorstandsmitglied der KWS Saat, Einbeck. Im leistungsorientierten Roggenanbau sind Hybridsorten nicht mehr wegzudenken, insbesondere auf besseren Böden, wo Hybridroggen den Vergleich mit Triticale und Weizen nicht zu scheuen brauche, berichtete Prof. Thomas Miedaner von der Universität Hohenheim auf dem internationalen Roggenkongress.

"Roggen ist auf leichten Standorten unverzichtbar", fasste Dr. Joachim Vietinghoff vom Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern die Diskussion im Arbeitskreis Pflanzenbau zusammen. Bei Roggen gebe es zwischen Ökonomie und Ökologie keinen Widerspruch. In Deutschland würden 25 Prozent des angebauten Roggens energetisch genutzt, berichtete Sven Böse, Geschäftsführer Roggenforum e.V., aus dem Arbeitskreis Energie. Ganzpflanzensilage aus Roggen sei günstiger zu produzieren als Silomais. Allerdings sei bei den Methangestehungskosten auf guten Standorten die Maissilage von Vorteil.(BS)

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