Bis zum Jahresende soll eine Entscheidung über die Zukunft des Unternehmens fallen, erklärt der Präsident des Syngenta-Verwaltungsrates Michel Demaré. Demnach sind die Gespräche mit mehreren möglichen Geschäftspartnern schon sehr konkret. Er bestätigt Gespräche mit Chemchina, Monsanto und weiteren möglichen Partnern.

Der Verwaltungsrat suche für Aktionäre, Mitarbeiter und das Umfeld langfristig gute Perspektiven. Demaré nennt drei mögliche Handlungsoptionen: Syngenta könne eine Übernahme machen, eine Fusion eingehen oder sich übernehmen lassen. In den Verhandlungen sondiere die Unternehmensleitung eine Lösung, die eine optimale Kombination aus Wertschöpfung, guten Geschäftsperspektiven und geringen Risiken bietet.

Der Druck kommt von außen. Einerseits sei durch die Fusion von Dow und Dupont Bewegung in die Branchenstruktur gekommen. Zudem gebe es vonseiten der Aktionäre einen Erwartungsdruck auf positive Geschäftsentwicklung in naher Zukunft. Die Perspektiven seien aber auch für 2016 nicht gut: „Entsprechend dem, was die Aktionäre auf die nächsten zwölf Monate erwarten, ist ein Alleingang kaum möglich.“

Am Montag hatte das chinesische Staatsunternehmen Chemchina sein Gebot für Syngenta erhöht von 449 sFr/Aktie auf 470 sFr/Aktie. Zunächst wolle Chemchina erst 70 Prozent an Syngenta übernehmen und sich die Option auf die restlichen 30 Prozent offen halten, lauten Berichte. Daraufhin hat der Aktienkurs des Schweizer Unternehmens einen Aufschwung erlebt. (brs)
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