Ährenfusarium ist eine der wirtschaftlich bedeutendsten Krankheiten im Weizenanbau. Neben Ertragseinbußen ist besonders das vom Pilz gebildete Toxin, DON, problematisch. Ein zu hoher DON-Gehalt kann zu Preisabzügen oder sogar zur Ablehnung der Ernteware führen. Um im Vorfeld der Aussaat das Anbaurisiko so gering wie möglich zu halten oder auch im laufenden Anbau reagieren zu können, wurde in Zusammenarbeit mit Möller Agrarmarketing der Risikorechner Ährenfusarium entwickelt.

Der Rechner basiert auf dem Bewertungsschema der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Er wird ergänzt durch die neuesten Ährenfusarium-Einstufungen der Beschreibenden Sortenliste 2014 des Bundessortenamtes. In umfangreichen Felderhebungen hat die Landwirtschaftskammer ein relatives DON-Risiko im Weizenanbau ermittelt, welches die Haupteinflussfaktoren Vorfrucht, Bodenbearbeitung, Stoppelzerkleinerung bei Mais und die Sortenanfälligkeit berücksichtigt. Aufgrund der verschiedenen Kombinationen erhalten Landwirte so mit wenigen Klicks eine schlagspezifische DON-Risikobeurteilung. Zusätzlich wird eine Empfehlung zur Notwendigkeit einer Blütenbehandlung gegeben.

Mit einem Neutralen Sortenvergleich unterstützt KWS bei der Sortenwahl im Getreide. Auf Basis der gerade neu herausgegebenen offiziellen Einstufungen des Bundessortenamtes 2014 hat KWS den Sortenvergleich aktualisiert, wobei sich bis zu fünf Sorten übersichtlich miteinander vergleichen lassen. Dabei stehen Landwirten die aktuellen KWS Sorten sowie alle anderen in Deutschland zugelassenen Sorten und die in der Beschreibenden Sortenliste aufgeführten EU-Sorten zur Auswahl. (az)
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