Einmal jährlich veröffentlicht die niederländische Rabobank ein Ranking der zwanzig größten Milchprodukte-Anbieter der Welt, gemessen am jährlichen Umsatz der abgeschlossenen Geschäftsjahre. „Die Namen dürften den Branchenkennern alle bekannt sein, aber im Vergleich zum Vorjahr gab es einige Bewegung in der Reihenfolge“, sagt Rabobank-Analyst Tim Hunt, der die Branche beobachtet.

Unter anderem macht der französische Konzern Lactalis den heimischen Konkurrenten Danone den zweiten Platz streitig – Lactalis hat im vergangenen Jahr auf der ganzen Welt zugekauft. Die rekordhohen US-Milchpreise und die Fusion mit Dairylea tragen die US-Molkerei Dairy Farmers of America (DFA) zum ersten Mal in die Top Five. Dafür muss eine europäische Firma das Spitzenteam verlassen.

Japan als warnendes Beispiel für die Branche

Die japanischen Anbieter rutschten weiter nach hinten oder im Falle von Morinaga sogar ganz von der Liste. Noch vor zwei Jahren seien Morinaga und Meiji mit Platz 13 und 10 weit vorn gewesen – dies solle anderen großen Molkereien eine Mahnung sein, warnen die Analysten der Rabobank. Schwächt die heimische Nachfolge ab, sei es schwierig, wenn man nicht rechtzeitig ins Ausland expandiere.

Auswirkungen auf die Platzierungen haben nicht nur Zukäufe oder Übernahmen, auch Währungsschwankungen beeinflussten die Umsätze im Milchproduktesegment der jeweiligen Konzerne oder Molkereien.

Unsere Fotogalerie zeigt, welcher Milchprodukte-Hersteller den ersten Platz verteidigt, wer sich nach oben gekämpft hat oder nach unten gerutscht ist. (mas)

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