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Für einen Fortbestand von Direktzahlungen und Ausgleichszahlungen aus der zweiten Säule nach 2013 hat sich der Parlamentarische Staatssekretär des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMELV) Gert Lindemann ausgesprochen. "Wir sind bereit zu reden, aber das Grundmodell muss auf zwei Säulen stehen", sagte er gestern während der Mitgliederversammlung des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) in Berlin. Man müsse so ehrlich sein, dass die europäische Landwirtschaft in eine schwierigere Situation komme, wenn die Märkte weiter geöffnet und die Verhandlungen der Welthandelsrunde zum Abschluss kämen, sagte Lindemann. Dann wäre eine 1. Säule mit Direktzahlungen als Grundsicherung nötig. Die 2. Säule würde gebraucht, um die Landwirtschaft auf schwierigen Standorten zu sichern. Deutschland wolle sich daher im Ringen um die gemeinsame europäische Agrarpolitik nach 2013 gegen die Skandinavier, Briten und Niederländer stellen und sich für die Beibehaltung von Direkt- und Ausgleichszahlungen einsetzen. (sta)
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