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Das Schweizer Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat in einem Reformpapier eine "stärkere Marktöffnung" der Schweiz favorisiert und dafür scharfe Kritik vom Bauernverband und von anderen Verbänden in der Schweiz geerntet. In dem Papier "Horizont 2010" stellt das Amt seine Vorschläge zu künftigen Agrarreformschritten vor, die ab dem Jahr 2004 in Kraft treten sollen.
Die größte Herausforderung für die Schweiz sei die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit im europäischen Kontext, betonte Manfred Bötsch, Direktor des BLW, im Hinblick auf die Forderungen des Strategiepapiers. Beispielsweise müsse die Schweiz nach Meinung des BLW durch bilaterale Verhandlungen mit der EU ihre Agrarmärkte stärker öffnen und somit stärkere Impulse für eine bessere Wettbewerbsfähigkeit aussenden. Auch müsse das Preisniveau auf dem Getreide- und Ölsaatenmarkt weiter an das der EU angenähert werden. Eine Absenkung des Preisniveaus beim Getreidemarkt würde auch die Wettbewerbsfähigkeit der Fleisch- und Eierproduktion verbessern. Ende September soll die Beratende Kommission Landwirtschaft das Strategiepapier behandeln. (Spk)
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