Diskussion um GVO-Nulltoleranz tritt auf der Stelle

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Seit Jahren leiden Getreide- und Ölsaatenimporteure in der EU unter der Nulltoleranz für nicht in der EU zugelassene gentechnisch veränderte Organismen (GVO). Die EU-Kommission denkt nun darüber nach, eine Toleranzschwelle für Futtermittel einzuführen, um den Importeuren hohe Analysekosten und Risiken zu ersparen. Für Lebensmittel soll es dagegen beim 100-prozentigen Ausschluss für Spuren von nicht in der EU zugelassenen GVO bleiben. Die von der Kommission vorgeschlagene Trennung sei für den Handel keinesfalls eine befriedigende Lösung, erklärte Coceral-Präsident Jean-Michel Aspar am Mittwoch in Paris. Für Futter und Lebensmittel müsse es unbedingt eine einheitliche Lösung geben, weil nur dies der Handelspraxis entspreche, forderte Aspar auf einem Seminar von Eurofins, einem französischen Unternehmen für Messtechnik mit Sitz in Nantes. (Mö)
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