Diskussion um Maisintervention


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Zahlreiche EU-Mitgliedstaaten wehren sich gegen die EU-Kommissionspläne, die Maisintervention 2007 abzuschaffen. Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft hat im Sonderausschuss Landwirtschaft am Montag in Brüssel einen Kompromiss vorgeschlagen. Statt schon in diesem Jahr soll die Maisintervention erst ab 2009 abgeschafft werden. In den beiden Übergangsjahren soll es eine Obergrenze für die intervenierte Maismenge geben. Deutschland schlug im Sonderausschuss Landwirtschaft eine Obergrenze von rund 700.000 t vor.

Der Kompromiss der Ratspräsidentschaft ginge in die richtige Richtung, waren sich die EU-Mitgliedstaaten im Ausschuss einig. Ungarn hat aber ein Problem mit der Obergrenze und forderte 2 Mio. t. Zurzeit lagern rund 3,5 Mio. t in der ungarischen Maisintervention. Frankreich, Finnland, Bulgarien, Polen, Griechenland, Litauen, die Slowakische Republik, Ungarn und Rumänien forderten zudem, über die Zukunft der Maisintervention solle man erst im Rahmen des „health checks“ im Jahr 2008 entscheiden. Das ging der Ratspräsidentschaft und den anderen Mitgliedstaaten zu weit. (Mö)

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