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Drastische Einschränkungen des Dispensierrechts, das Tierärzten erlaubt, auf den Betrieben Tierarzneien zu bereiten und abzugeben, erwartet Prof. Manfred Kietzmann vom Institut für Pharmakologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Auf einer Vortragsveranstaltung in Göttingen erklärte er in der vergangenen Woche, gegen 250 praktizierende Tierärzte würden staatsanwaltschaftliche Ermittlungen laufen. Diese stellten zwar nur eine sehr kleine Minderheit der insgesamt 25.000 Tierärzte in Deutschland dar, viele seien jedoch überregional tätig. Strafrechtliche Maßnahmen seien bislang unzureichend. Kietzmann erwartet, dass der Gesetzgeber zur Verhütung weiterer Vergehen das bestehende Dispensierrecht in weiten Teilen einschränken wird. Ein völliger Entfall sei nicht auszuschließen, führte Kietzmann aus. (JST)
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