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Die Bundesregierung will die knapper werdenden Finanzmittel für die Agrarinvestitionsförderung in der neuen EU-Förderperiode von 2007 bis 2013 auf die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit konzentrieren, um den laufenden Strukturwandel im Agrarsektor unterstützend zu begleiten, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. "Da künftig wegen knapper Mittel nicht alle Maßnahmen auf dem bisherigen Niveau fortzuführen sind, wird die Bundesregierung einen Schwerpunkt bei der Förderung der Wettbewerbsfähigkeit setzen", erklärte Jörg Wendisch, Leiter der Abteilung Ländlicher Raum, Pflanzliche Erzeugung, Forst- und Holzwirtschaft im Bundesagrarministerium (BMELV), am Montag bei der 6. Agrarfinanztagung in Berlin. Im Entwurf des Bundesetats 2006 seien dafür 615 Mio. € angesetzt. Für 2007 werde das BMELV wohl 665 Mio. € vom Bundesfinanzministerium einfordern. Das BMELV habe das Regelwerk der Investitionsförderung dem neuen EU-Recht angepasst. Es seien zwei Kanäle vorgesehen, über die Fördermittel abfließen. Die klassischen landwirtschaftlichen Investitionen sollen über das Agrarinvestitionsprogramm (AFP) unterstützt werden. Die außerlandwirtschaftlichen Tätigkeiten, etwa von Ehegatten und Familienangehörigen, sollen nach dem Fördergrundsatz der Diversifizierung mit maximal 100.000 € innerhalb von drei Jahren unterstützt werden. (gk)
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