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Der Weizendrusch konnte in den zurückliegenden Tagen in Deutschland praktisch abgeschlossen werden. Oftmals haben die Fallzahlen beträchtlich gelitten, oder die Proteinwerte sind niedrig ausgefallen, sodass überwiegend Futterweizen geerntet wurde, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. In Norddeutschland ist von den zuletzt gedroschenen Weizenpartien ein Großteil nur noch als Futterware zu vermarkten. Zu niedrig waren mittlerweile die Fallzahlen. In Niedersachsen und Sachsen-Anhalt ist am Wochenende die Weizenernte bis auf kleine Restflächen abgeschlossen worden. Die Fallzahlen erreichten kaum noch Werte von über 100 Sek., sodass nur noch Futterweizen geerntet werden konnte. In den Anbauregionen rund um den Harz wird vermutlich ein Fünftel des Weizens nicht mühlentauglich sein. In der Magdeburger Börde rechnet man mit insgesamt 15 bis 20 Prozent Futterweizen.

In den Spätdruschgebieten Sachsens und Thüringens sind die Fallzahlen offenbar weniger stark abgesunken, aber die Proteinwerte niedrig ausgefallen. Heterogen zeigen sich beide Werte im Südwesten, wo gleichermaßen gute Fallzahlen mit niedrigen Proteinwerten oder gesunkene Fallzahlen mit recht hohen Proteinwerten zu finden sind. In Bayern gibt es ebenfalls Partien mit zu niedrigen Fallzahlen. Engpässe bei der Brotweizenversorgung gibt es angesichts des reichlichen Angebots von Weizen hoher Qualitäten aber nicht. (ED)

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